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tracks & traces. Spuren des Lebens

  „Auseinandersetzung“ (Werkserie telling scars)
Aquarell, Bleistift auf Papier, Garn, 2019, Iris Christine Aue, (c)Diözese Linz/ Appenzeller


Eröffnung am 08.11.2019, 12h 15

tracks & traces. Spuren des Lebens

 

Iris Christine Aue und Irma Kapeller

Festsaal des Bischofshofes Linz

 

 

 

 

Herzliche Einladung zur Eröffnung der neuen Ausstellung

im Festsaal des Bischofshofes Linz, Herrenstraße 19, 4020 Linz

 

tracks & traces. Spuren des Lebens

Irma Kapeller
Iris Christine Aue
Förderpreisträgerinnen des Diözesankunstvereins Linz
Eine Ausstellung anlässlich 160 Jahre DKV

 

Freitag, 8. November 2019, 12.15

Ausstellung vom 9.Nov. bis 15. Juli 2020
Besuch nach Vereinbarung

 

Mit Grußworten von Diözesanbischof Manfred Scheuer und
Rektorin Brigitte Hütter, Kunstuniversität Linz,
sowie einer Einführung zu den Werken und zur Geschichte des Preises von Martina Gelsinger, Obfrau Diözesankunstverein Linz,
und Anneliese Geyer, Leiterin der Kunstsammlung des Landes OÖ


Für eine gute Vorbereitung ersuchen wir um baldige Rückantwort betreffend der Teilnahme an doris.michalke@dioezese-linz.at.

 

Die Linzer Künstlerin Irma Kapeller, Förderpreisträgerin des Jahres 1997, beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit
mit Abdrücken, Oberflächen und Spuren im Kontext von Materialität und Zeitlichkeit.
Die Beschäftigung mit der „Haut“ als Schutz, Grenze und Ort der Kommunikation eröffnete für die Absolventin
der Studienrichtung Bildhauerei an der Kunstuniversität Linz in den vergangenen zwei Jahrzehnten zahlreiche Facetten
ihrer Arbeit. Risse und Sprünge, Falten und Narben zeigen im Abdruck der Künstlerin ungeahnte ästhetische Qualitäten.

 

Iris Christine Aue wurde in Wien geboren, studierte an der Kunstuniversität Linz Malerei & Grafik sowie an
der Kunsthøgskolen in Oslo (Norwegen) und lebt in Graz. Ihre Diplomarbeit wurde 2011 mit dem Förderpreis des Diözesankunstvereins ausgezeichnet.
Bevorzugtes Material von Iris Christine Aue ist Papier, das aus seiner Zweidimensionalität und der Funktion als Bildgrund ausbricht,
in den Raum greift, gebrochen, verbogen und eingeschnitten wird.

 

                            „Auseinandersetzung“

Das Motiv der Distel in den Arbeiten im Festsaal des Bischofshofes ist bewusst
in der Ambivalenz der Pflanze als geschmähtes Unkraut und geschätzte Heilpflanze gewählt. Zäh im Wachstum, geschmeidig und weich,
kann es sich selbst in einem kleinen Betonspalt entfalten. Die Blätter sind stachelig und verletzend. Zugleich bergen sie eine prächtige Blüte.
Iris Christine Aue beschäftigt sich dabei mit dem Prozess des Erschaffens, der anschließenden Zerstörung und
des versöhnenden Wieder-Zusammensetzens. Sorgfältig gezeichnete und präzise geschnittene Papierarbeiten
werden mit der Klinge eines Skalpells zerschnitten. Die Teile werden auseinandergenommen, anders geordnet und
zu einem neuen - vom Arbeitsprozess versehrten - Bild zusammengesetzt. Inhalt, Form und künstlerische Ausführung der Papierarbeiten
nehmen unmittelbar aufeinander Bezug und eröffnen durch die vielfältigen Ebenen und Ansichten – dem figuralen Motiv,
den Papierüberlappungen und den Nähten – neue Sinnschichten.

 

Beide Künstlerinnen haben bereits Werke im Sakralraum geschaffen. Irma Kapeller die Altarraumgestaltung in der Martinskirche in Attnang-Puchheim
und Iris Christine Aue eine künstlerische Intervention zur Beichte/Buße in der Pfarrkirche Neufelden.


Der 1859 gegründete Diözesankunstverein ist einer der ältesten kirchlichen Kunstvereine im deutschen Sprachraum mit dem Anliegen,
den Dialog von Kunst und Kirche zu fördern. Die Form dieses Dialoges wird vor dem Hintergrund der jeweiligen Zeit und
der gesellschaftlichen Entwicklung jeweils neu definiert.
Mit der Gründung des Förderpreises im Jahr 1995 wird seit 24 Jahren kontinuierlich jedes Jahr bei der Sponsionsfeier
am Ende des Studienjahres an der Kunstuniversität ein Preis an ein/e Absolvent/in für eine Diplomarbeit verliehen,
die sich durch eine herausragende künstlerische Qualität sowie durch eine religiöse, soziale oder ethische Relevanz auszeichnet.

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